Unsere Geschichte
Gründung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Hamburg e.V. (DJG
Hamburg)
Die DJG Hamburg wurde am 05.08.1963 in das Vereinsregister des Amtsgerichtes
eingetragen. Doch ihre eigentliche Gründungszeit geht in die 50er Jahre zurück,
in denen das Wirtschaftswunder Japan ebenso wie in Deutschland die Konjunktur
beschwingte und ein günstiges Ausgangsklima für neue Freundschaften und wirtschaftliche
Kooperation schuf.
1956 legte der damalige Generaldirektor der Bank of Tokyo, Kunio Miki, die
Fundamente für die Hamburger Deutsch-Japanische Gesellschaft. Sie diente
zunächst dem persönlichen Gedankenaustausch der deutschen und japanischen
Mitglieder, die vor allem durch ihre geschäftlichen Beziehungen am deutsch-japanischen
Dialog interessiert waren. Auf der deutschen Seite trugen Unternehmen wie
die traditionsreiche älteste deutsche Japanfirma C. Illies & Co. wesentlich
zum Neubeginn dieses Dialogs in Hamburg bei. Ihr Inhaber Carl Jürgen Illies
wurde zunächst zum Ersten Vorsitzenden der DJG Hamburg gewählt und hatte
nach der Eintragung in das Vereinsregister bis zu seinem Tode 1966 das Amt
des Präsidenten der DJG Hamburg inne. Bereits 1960 zählte die DJG Hamburg
80 Mitglieder. Zu den ersten Aktiven der Organisation gehörten Otto Werner
(Firma Winckler & Co.), Schatzmeister Hinrich Wohlers (Fa. Bergmann &
Co.), Wilhelm Maibaum (Firma Hüpeden & Co.), Dr. Karl Blomeyer (Geschäftsführer
des Ostasiatischen Vereins) sowie Kogo Takeuchi. Die Geschäftsführung der
DJG Hamburg wurde durch den Ostasiatischen Verein (Hans Stoltenberg-Lerche) abgewickelt.
Schon in den Anfängen standen nicht allein wirtschaftliche Interessen
im Mittelpunkt. So gab es allmonatlich ein ,,Luncheon", das zu Beginn im
Überseeclub oder - mangels eines geeigneten japanischen Restaurants - in
einem chinesischen Restaurant abgehalten wurde. Einen gemeinsamen Fokus dieser
,,alten Riege" der DJGIer bildeten auch gemeinsame Erinnerungen an das Vorkriegsjapan.
Mit der Gründung des ,,Juniorenkreises" (seit der Namensänderung heisst dieser:
Shinwakai) als Sub-Organisation jüngerer Mitglieder innerhalb der DJG, im
Dezember 1961, wurde der Grundstein für einen ganzen Komplex neuer DJG-Aktivitäten
gelegt. Die Idee dazu entstand im Gefolge einer Weihnachtsveranstaltung im
Gespräch zwischen den japanischen und deutschen DJG-Aktiven Taisei Hashimaru,
Direktor Kawasoe (später Toshiba, Tokyo), Gerd Rebentisch (später Syndikus
der Handelskammer Hamburg und Ostasiatischer Verein), Ernst Reimers (später
GM der Dresdner Bank, Japan), Heinz Greiftenberger (jetzt Bayreuth, Geschäftsinhaber),
Dr. Ralph Schneider und Rechtsanwalt Hans-Bernd Giesler (beide damals Deutsch-Japanisches
Wirtschaftsbüro).
Sehr schnell stießen weitere jüngere Geschäftsleute und Berufseinsteiger
dazu, deren Interesse für mehr Austausch mit den jüngeren Japanern in Hamburg
sich intensiv auf den Veranstaltungskalender der DJG Hamburg auswirkte. Der
Hauptvorstand begrüßte von Anbeginn die Initiative des Juniorenkreises.
Seitdem fällt dem Juniorenkreis (Shinwakai) die Aufgabe zu, Veranstaltungen
aller Art für die gesamte DJG Hamburg und die japanischen Mitglieder der
Schwestergesellschaft Nihonjinkai (früher Nihonjinkaikan) mit zu planen
und auszurichten. Durch den erweiterten Veranstaltungsbogen, der eine breitere
Öffentlichkeit einbezog, lag es 1963 nahe, dem Verein auch den rechtlichen
Status der Gemeinnützigkeit zu geben. Der Juniorenkreis wurde als ein tragendes
Gremium des Vereins auch in die Satzung aufgenommen. Bis heute ist der/die
(vom Shinwakai) gewählte Vorsitzende des Shinwakai auch offizielles Mitglied
des Vorstandes. Eine konsistente Zusammenarbeit der Shinwakai-Mitglieder
mit dem Hauptvorstand ist so gewährleistet.
Zu den erwähnenswerten historischen Aktivitäten der DJG zu Hamburg gehört
sicher die Gründung des Dachverbandes der bundesdeutschen DJGen 1963.
Die von Anbeginn enge Zusammenarbeit mit dem Japanischen Generalkonsulat Hamburg rief 1968 auf Anregung des damaligen Generalkonsuls Tani das jährliche
,,Kirschblütenfest" ins Leben. Nach dem Vorbild Washingtons wurden auch der
Freien und Hansestadt Hamburg einige hundert Kirschbäume geschenkt, die noch heute (sofern
nicht der Axt zum Opfer gefallen) die Alster säumen. Das Kirschblütenfest
wird seitdem jedes Jahr im Mai mit einem großen Feuerwerk über der Alster
begangen. Gespendet wird das Feuerwerk, als Dank für die Gastfreundschaft
der Freien und Hansestadt Hamburg von der japanischen Gemeinde Hamburgs, vertreten durch
Nihonjinkai.
Informationen über die Aktivitäten der DJG Hamburg erfahren Sie unter Veranstaltungen.
Aktuelle Hinweise zu Veranstaltungen finden Sie unter Veranstaltungskalender.



