Bônenkai
Welche Bedeutung hat die "Bonenkai"?
Im Dezember findet die jährlich von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Hamburg ausgetragene Bônenkai statt.
Das Wort Bônenkai setzt sich aus den Schriftzeichen für „Vergessen“, „Jahr“ und „Versammlung“ zusammen – Es ist also eine Veranstaltung, bei der Menschen zusammen kommen, um gemeinsam das vergangene Jahr zu vergessen.
Ein solcher Anlass mag vielen merkwürdig vorkommen, da man an ein vergangenes Jahr doch vielerlei Erinnerungen haben kann und das Positive doch nach Möglichkeit überwiegen sollte.
Das wird natürlich auch in Japan nicht anders gesehen.
Eine Bônenkai hat daher den Zweck, in ungezwungener Gemeinschaft die Anstrengungen und negativen Ereignisse des vergangenen Jahres zu vergessen, um so unvoreingenommen in das folgende Jahr eintreten zu können.
Alljährliche Programmpunkte der Bônenkai sind die in Japan traditionelle Herstellung von süßen Reiskuchen, sogenannte Mochi, sowie eine Auktion und eine Tombola mit attraktiven Preisen.
Eine japanische Bônenkai und eine deutsche Weihnachtsfeier liegen also gar nicht so fern voneinander. Nicht nur deshalb versammeln sich Jahr für Jahr viele japanische und deutsche Mitglieder und Gäste der DJG zu Hamburg, um in geselliger Runde das alte Jahr zu vergessen und ein Neues zu begrüßen.
Die Hamburger Kirschblütenprinzessinen genießen auch in Japan hohes Ansehen und werden im Zweijahresturnus von der DJG gewählt.
Aufgabe der Hamburger Kirschblütenprinzessinen ist es unter anderem, Hamburg in Japan zu repräsentieren, sowie als Symbol der kulturellen Verbundenheit zwischen Deutschland und Japan zu fungieren.









